hallo alle zusammen, ich bin gut auf teneriffa angekommen.
ich sitze nun auf deck 8 der africa mercy zwischen kontainern und land-rover die ein liberianisches kennzeichen haben, auf zwei plastikstühlen und hinter mir rauscht der schornstein. Nich gerade romantisch, jedoch sitze ich hier nur in dünner windjacke da es so mild ist . Ich schaue vor mir auf eine hell erleuchtete havenstadt teneriffas und nur dann bemerke ich das das schiff sich auf dem wasser bewegt. Vor mir läuft eine riesige autofähre aus und deren wällen sind auf der africa mercy nicht spürbar. Sie ist so groß, meine beine tuen mir weh vom vielem rumlaufen und angucken. Es ist viel neues! Neue sprache, neues land, neues zu hause, neue arbeit und neues zimmer.
Ich bin auf einer 6 mann kabine wobei erst 4 betten belegt sind. Bis jetzt bin ich mit einem südkoreaner und 2 schweizern in einer kabine, wir haben ein eigenes kleines bad mit dusche, das wasser riecht zwar nach schwimmbad, dafür kann ich mir in der küche jederzeit wasser, tee, saft und kaffee holen. Die kabine ist direkt an der schiffsklinik auf deck 3, nicht weit von ihr ist ein fitnessreum der tag und nacht benutzt werden kann.
Es gibt so viele rückzugsmöglichkeiten aber auch bereiche wo man menschen treffen kann.
Ich war etwas überfordert, da als ich ankam gerade eine feuerübung losging, ich habe mich ziemlich verloren gefühlt, obwohl hier so viele nette leute sind, auch einige deutsche.
Am flughafen habe ich gleich eine engländerin getroffen die schon das 5. mal einen einsatz als op-schwester hier macht, dabei ist sie schon in rente.
Es gibt noch viel das ich kennen lernen muss und auch viel arbeit.die ganze krankenstation sieht aus wie ein lagerraum und muss bis zu unserem einsatz in benin gereinigt werden. Bis diese arbeit losgeht werde ich kurzfristig für allerlei arbeit eingeteilt, 2 bereichschefs teilen mich, mal putze ich irgendwas und mal räume ich irgendwelche kisten um und weg. auch war ich dabei als wir mit 3 truks zum lokalem krankenhaus gefahren sind und medizinische spenden abgeholt haben.
Ich habe eine liste mit terminen bekommen unter anderem sicherheitseinweisungen, tee trinken mit den seelsorgern treffen mit dem kaptan und versammlung aller op-mitarbeiter. Das alles muss ich erst mal verdauen und auch realisieren. Doch je mehr ich tief denke und nicht nur die umstände sehe, desto mehr freue ich mich hier zu sein.
es ist einfach so viel zu berichten das ich es lieber lasse, falls ihr spezielle fragen habt dann antworte ich gerne darauf.
hier werde ich immer mal fotos hochladen:
http://picasaweb.google.com/micpelzer/Afrika?authkey=3rq-Cyqc1Hk&feat=directlink
ich möchte mich bei allen meinen unterstützern bedanken, durch euch ist dieser einsatz möglich.
bitte beginnt nun mit den überweisungen.
ende der woche sind wir bereit abzulegen, es müssen noch einige sachen repariert werden und alle sind schon ganz aufgeregt.
liebe grüße aus santa cruz de teneriffe
michel
ps. weitere berichte folgen.
Sonntag, 7. Februar 2010
02. auf dem weg 31.01.09
31.01.09
Hallo ihr lieben
heute endlich haben wir nach langem warten ablegen können um unsere reise zu beginnen.
Die letzten tage hat die ganze crew damit verbracht das schiff seetauglich zu machen. Alles wurde festgegurtet und beladen. Auch musste noch ein mann vom tüv kommen um die fahrt zu genemigen und er war so begeistert von der hohen quallität der crew und der motivation trotz ehrenamtlicher arbeit das er nun auch ein unterstützer von mercy- ships ist!
Wir wurden alle herzlich von den spanischen mercy- ships mitarbeitern verabschiedet und ein alter mann spielte auf einer silbernen tromphete lobpreislieder. Bevor wir uns vom dock lösten sparch der kapitän ein gebet über die lautsprecher, dieses schallte über den ganzen haven. Wir alle hielten still und beteten mit ihm für eine sichere überfahrt und einen erfolgreichen einsatz in benin.
Nun fahren wir nach süden und langsam verschwindet teneriffa am horizont, immer wieder mal taucht eine gruppe delphine auf und alle stürmen zu den fenstern um sie zu bestaunen.
Ich komme langsam an, lerne leute besser kennen und versuche mein englisch zu trainieren in dem ich viel mit ihnen rede!
Jeder hier freut sich über den anderen das er da ist, da alle wissen das es viel zu tun gibt.
Am freitag lag die aida bella hinter uns am dock und wirkte wie ein hochhaus, die africa mercy dagegen wie eine kleine kiste die auf dem wasser schwankt, jedoch es ist so ein schönes schiff und es ist auch wirglich viel platz. Wir haben hier zwar kein teater wie auf der aida aber trotzdem genug raum um auch mal allein zu sein.
ihr findet immer mal neue bilder auf meinem picasa album, auch mit beschreibungen darunter, so das ihr den zusammenhang kennt. natürlich könnt ihr auch komentare hinterlassen oder fragen stellen. hier noch ein mal der link:
http://picasaweb.google.com/micpelzer/Afrika?authkey=3rq-Cyqc1Hk&feat=directlink
bitte betet für eine sichere überfahrt, ohne sturm, ohne piraten und ohne seekrankheit.
liebe grüße und bis bald
michel
Rom 8:28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.
Hallo ihr lieben
heute endlich haben wir nach langem warten ablegen können um unsere reise zu beginnen.
Die letzten tage hat die ganze crew damit verbracht das schiff seetauglich zu machen. Alles wurde festgegurtet und beladen. Auch musste noch ein mann vom tüv kommen um die fahrt zu genemigen und er war so begeistert von der hohen quallität der crew und der motivation trotz ehrenamtlicher arbeit das er nun auch ein unterstützer von mercy- ships ist!
Wir wurden alle herzlich von den spanischen mercy- ships mitarbeitern verabschiedet und ein alter mann spielte auf einer silbernen tromphete lobpreislieder. Bevor wir uns vom dock lösten sparch der kapitän ein gebet über die lautsprecher, dieses schallte über den ganzen haven. Wir alle hielten still und beteten mit ihm für eine sichere überfahrt und einen erfolgreichen einsatz in benin.
Nun fahren wir nach süden und langsam verschwindet teneriffa am horizont, immer wieder mal taucht eine gruppe delphine auf und alle stürmen zu den fenstern um sie zu bestaunen.
Ich komme langsam an, lerne leute besser kennen und versuche mein englisch zu trainieren in dem ich viel mit ihnen rede!
Jeder hier freut sich über den anderen das er da ist, da alle wissen das es viel zu tun gibt.
Am freitag lag die aida bella hinter uns am dock und wirkte wie ein hochhaus, die africa mercy dagegen wie eine kleine kiste die auf dem wasser schwankt, jedoch es ist so ein schönes schiff und es ist auch wirglich viel platz. Wir haben hier zwar kein teater wie auf der aida aber trotzdem genug raum um auch mal allein zu sein.
ihr findet immer mal neue bilder auf meinem picasa album, auch mit beschreibungen darunter, so das ihr den zusammenhang kennt. natürlich könnt ihr auch komentare hinterlassen oder fragen stellen. hier noch ein mal der link:
http://picasaweb.google.com/micpelzer/Afrika?authkey=3rq-Cyqc1Hk&feat=directlink
bitte betet für eine sichere überfahrt, ohne sturm, ohne piraten und ohne seekrankheit.
liebe grüße und bis bald
michel
Rom 8:28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.
03. benin 10 feb. 09
heute sind wir endlich nach 10 tagen auf see in benin angekommen.
Wir haben prächtige sonnenuntergänge und aufgänge gesehen, einen klimawandel gemacht, zeit übersprungen, gearbeitet und geruht. Wir haben brennende sonne erlebt und warmen regen genoßen und am horizont das wetterleuchten bestaunt.
Abens oft zusammengesessen und spiele gespielt, gottesdienste gefeiert und wurden über benin unterrichtet.
Es gab bis auf waale, delphine, schildkröten, andere schiffe und ein paar umgekippte gegenstände durch schweren seegang keine zwischenfälle.
Gestern dann war die küste benins in sicht und wir passieren einige kleine fischerboote die uns fröhlich zuwinken und ein helikopter des lokalen fehrnseens umkreist und überfliegt mehrmals unser schiff. Im hafen sind angeblich hunderte menschen aus umliegenden kirchen die uns mit einer zeremonie empfangen wollen. Ich konnte schon die hellen strände erkennen als wir plötzlich eine kurve fahren und zum stehen kommen.
Der kapitän meldet sich über die lautsprecher und erklärt das einer der hauptmotoren ausgefallen ist und wir ohne ihn nicht sicher in an das dock steuern können, es ist wohl ein elektrisches problem. Es ist nicht das erste mal das es einem schiff von mercy- ships so ergeht als es in den hafen von cotonou einlaufen will, nein es ist das dritte mal.
Benin ist, wie ihr wissen müsst, eines der hauptländer in dem wudoo- tradizionell praktiziert wird und es somit eindeutig ist warum es gerade einem mercy- ship erneut kurz vor dem einlaufen so ergeht.
Der kapitän entschied den anker auszuwerfen um den ingeniueren eine bessere plattform zum arbeiten zu ermöglichen und rief zum gemeinsamen gebet auf.
wir haben uns dann abens und morgens versammelt, lobpreis gemacht und gebetet und konnten dann heute um 8:30 uhr innerhalb von 20 minuten andocken, da das problem behoben war.
ja, beten hilft und jesus ist sieger!
wir wurden anders als sonst gewohnt von einer kleinen gruppe singender menschen empfangen und als erster verließ ein crew-mitglied der aus benin stammt mit seiner nationalflagge das schiff und wurde in die arme der wartenden genommen.
vom warten an der reeling habe ich einen deftigen sonnenbrand bekommen, ja es ist hier sehr heiß! der hafen ist einer der haupt- handels wege dieser region und desshalb sehr "lebendig", gleich hinter uns ist der fischerhafen aus dem ständig kleine motot-betribene boote auslaufen und wieder kommen. der strand ist in sichtweite aber auch ein großes, ja wie ein gettho, blechhütten und dahinter palmen und andere hohe gebäude die wie wolkenkrazer ausshehen.
ich mache viele fotos von denen ich immer mal wieder einige hochlade damit ihr sie auch sehen könnt
http://picasaweb.google.com/micpelzer/Afrika?authkey=3rq-Cyqc1Hk&feat=directlink
im internet cafee kann ich bilder auf den schiffscomputer laden um sie mit dem rest der crew zu teilen und meine bilder sind sehr beliebt!
heute gleich wurde ein team ausgesendet um im norden des landes ein screening durchzuführen, nächste woche wird dann das main-screening in cotonou stattfinden an dem ich auch mitarbeiten muss. beim screening werden tausende menschen mit leiden erwartet die dann untersucht werden und nach möglichkeit einen op-termin bekommen. falls man ihnen nicht helfen kann werden sie in spezielles zelt gebracht um es ihnen in ruhe zu erklären und dann für sie zu beten, das was wir nicht können ist bei gott nicht unmöglich.
ich habe bis jetzt im hospital- supply und im speisesaal gearbeitet und werde nun in den nächsten tagen im steri-raum eingearbeitet. 2 meiner kollegen habe ich schon kennengelernt, eine aus serria- leone und eine aus den usa mit russischer abstammung. beide sehr nett.
ich lerne immer noch fast täglich neue menschen kennen, habe aber jetzt schon ein paar leute mit denen ich gut zurecht komme und etwas mit ihnen unternehme.
vielen dank an all meine unterstützer! bitte, wenn ihr an mercy - ships überweißt schreibt doch eure adresse mit drauf damit ihr eine spenden bescheinigung erhaltet!
danke für eure gebete und eure aufmerksamkeit und freundschaft!
bald gibts mehr!
liebe grüsse
michel
Wir haben prächtige sonnenuntergänge und aufgänge gesehen, einen klimawandel gemacht, zeit übersprungen, gearbeitet und geruht. Wir haben brennende sonne erlebt und warmen regen genoßen und am horizont das wetterleuchten bestaunt.
Abens oft zusammengesessen und spiele gespielt, gottesdienste gefeiert und wurden über benin unterrichtet.
Es gab bis auf waale, delphine, schildkröten, andere schiffe und ein paar umgekippte gegenstände durch schweren seegang keine zwischenfälle.
Gestern dann war die küste benins in sicht und wir passieren einige kleine fischerboote die uns fröhlich zuwinken und ein helikopter des lokalen fehrnseens umkreist und überfliegt mehrmals unser schiff. Im hafen sind angeblich hunderte menschen aus umliegenden kirchen die uns mit einer zeremonie empfangen wollen. Ich konnte schon die hellen strände erkennen als wir plötzlich eine kurve fahren und zum stehen kommen.
Der kapitän meldet sich über die lautsprecher und erklärt das einer der hauptmotoren ausgefallen ist und wir ohne ihn nicht sicher in an das dock steuern können, es ist wohl ein elektrisches problem. Es ist nicht das erste mal das es einem schiff von mercy- ships so ergeht als es in den hafen von cotonou einlaufen will, nein es ist das dritte mal.
Benin ist, wie ihr wissen müsst, eines der hauptländer in dem wudoo- tradizionell praktiziert wird und es somit eindeutig ist warum es gerade einem mercy- ship erneut kurz vor dem einlaufen so ergeht.
Der kapitän entschied den anker auszuwerfen um den ingeniueren eine bessere plattform zum arbeiten zu ermöglichen und rief zum gemeinsamen gebet auf.
wir haben uns dann abens und morgens versammelt, lobpreis gemacht und gebetet und konnten dann heute um 8:30 uhr innerhalb von 20 minuten andocken, da das problem behoben war.
ja, beten hilft und jesus ist sieger!
wir wurden anders als sonst gewohnt von einer kleinen gruppe singender menschen empfangen und als erster verließ ein crew-mitglied der aus benin stammt mit seiner nationalflagge das schiff und wurde in die arme der wartenden genommen.
vom warten an der reeling habe ich einen deftigen sonnenbrand bekommen, ja es ist hier sehr heiß! der hafen ist einer der haupt- handels wege dieser region und desshalb sehr "lebendig", gleich hinter uns ist der fischerhafen aus dem ständig kleine motot-betribene boote auslaufen und wieder kommen. der strand ist in sichtweite aber auch ein großes, ja wie ein gettho, blechhütten und dahinter palmen und andere hohe gebäude die wie wolkenkrazer ausshehen.
ich mache viele fotos von denen ich immer mal wieder einige hochlade damit ihr sie auch sehen könnt
http://picasaweb.google.com/micpelzer/Afrika?authkey=3rq-Cyqc1Hk&feat=directlink
im internet cafee kann ich bilder auf den schiffscomputer laden um sie mit dem rest der crew zu teilen und meine bilder sind sehr beliebt!
heute gleich wurde ein team ausgesendet um im norden des landes ein screening durchzuführen, nächste woche wird dann das main-screening in cotonou stattfinden an dem ich auch mitarbeiten muss. beim screening werden tausende menschen mit leiden erwartet die dann untersucht werden und nach möglichkeit einen op-termin bekommen. falls man ihnen nicht helfen kann werden sie in spezielles zelt gebracht um es ihnen in ruhe zu erklären und dann für sie zu beten, das was wir nicht können ist bei gott nicht unmöglich.
ich habe bis jetzt im hospital- supply und im speisesaal gearbeitet und werde nun in den nächsten tagen im steri-raum eingearbeitet. 2 meiner kollegen habe ich schon kennengelernt, eine aus serria- leone und eine aus den usa mit russischer abstammung. beide sehr nett.
ich lerne immer noch fast täglich neue menschen kennen, habe aber jetzt schon ein paar leute mit denen ich gut zurecht komme und etwas mit ihnen unternehme.
vielen dank an all meine unterstützer! bitte, wenn ihr an mercy - ships überweißt schreibt doch eure adresse mit drauf damit ihr eine spenden bescheinigung erhaltet!
danke für eure gebete und eure aufmerksamkeit und freundschaft!
bald gibts mehr!
liebe grüsse
michel
04. cotonou 14. feb.09
hallo meine lieben,
heute berichte ich euch ein wenig über die stadt hier.
Der geruch der mir entgegen kam, als ich das erste mal in die stadt ging, erinnerte mich an oma hildes hühnerstall und deren misthaufen.
Es ist chaos und doch eine gewisse ordnung in diesem leben. So viel dreck und zwischendrin hüner und kinder. Jeder will etwas verkaufen und dein freund sein. Es ist aber anders als in gran canaria auf der straße, dort wurden die leute agressiv und haben dich beschimpft wenn du sie ignoriert hast, hier sind sie das anscheinen gewohnt.
Wir kamen über einen markt auf dem fast alles verkauft wird.
Alles warm und schwitzig, fliegen schwirren über fleisch und fisch. Bananen so groß habe ich sie noch nie gesehen.
Immer mal gibt es leute die mir auf eine sympatische art und weise hallo sagen ohne dir gleich etwas verkaufen zu wollen und dann gibt es personen, vor allem so finde ich frauen, die regungslos irgendwo sitzen oder stehen und in die leere starren als wären sie in einer anderen welt.
Es ist sehr großes leid überall zu sehen. Armut, dreck, krankheit. Menschen mit infizierten wunden, grauem star und bettelnde. Und in mitten all diesem, fahren noble saubre deutsch-fabrizierte autos und werden große gebäude gebaut. Ich habe mein geld tauschen wollen also bin ich in eine größere bank gegangen. aus staub, gestank und hitze in eine gefließte kalte bank-halle mit büros an deren schreibtischen leute in jacket und kravatte sitzen.
Auf der straße wird man als weißer angestarrt und einige rufen `jovo-jovo` ,was weißer heist und einige fangen an zu lächeln und sagen leise: mercy ships.
Wir wollten dann etwas trinken und auf die toilette also sind wir direkt an einer hauptverkehrsstraße in ein restaurant gegangen und sind wie in eine andere welt eingetaucht, plötzlich war ruhe und höfligkeit und wir konnten uns setzen und unter palmen ein kaltes getränk genießen.
heute hatten wir endlich mal einen ganzen tag frei
also bin ich mal wieder mit bowie in die stadt gegangen und wir sind stunden lang umhergelaufen.
Wir haben einige leute getroffen und mit ihnen gesprochen.
Ein betrunkener umarmte uns und wollte mit uns mitkommen, als wir ihn "abschütteln" konnten war mein arm total dreckig und hat gestunken. Ein anderer kam und sagte ihr seid doch von mercy ships und zeigte uns sein auge das ein katarakt hat, wir sagten ja komm zum screening, wir können dir sicherlich helfen.
Ein anderer begüßte uns freundlich und gab uns gleich seine e-mail adresse und sagte er habe schon mal mit mercy-ships gearbeitet.
Wir sind dann über eine brücke zu einem hotel gegangen in dem ein pool ist und dort trafen wir etwa 20 personen vom schiff, von dort konnte man gleich aufs getto gucken voller wellblechhütten und müll. Wir gingen dort hin und tauchten von einem extrem ins andere, solche armen leute habe ich noch nie geshen, es ist fast unbeschreiblich und ich kann euch leider noch keine bilder zeigen weil fotographieren nicht so gern gesehen wird und meine kamera nicht mal eben in die hosentasche passt.
Ein mann hat uns gestoppt und gesagt das wir nicht noch weiter gehen sollen da es dort zu gefährlich wird, so drehten wir nach einigen metern um. Kleine nackige kinder fingen an zu singen und rannten hinter uns her hielten unsere hände und freuten sich wenn wir sie anlachten. straße und strand scheint hier die lokale toilette zu sein und menschen in der öffentlichkeit ihr geschäft erledigen zu sehen scheint normal zu sein.
es scheint so erschreckend alles zu sein aber irgendwie liebe ich diese menschen, sie sind so speziell liebevoll.
Später trafen wir einen gut gebauten mann mit goldkette der uns auf ein frisches malzbier einlud und er führte uns duch die hintergassen und erklärte uns sein buisness. Ich sage nur: mafia.
Es ist so ein wahnsinn diese armut zu sehen und gleich am ende der straße steht an einem tennisplatz ein audi Q7 quattro mit 3,6 liter hubraum und weißer farbe. Auch sieht man manchmal einen porsche rumfahren und dann daneben wieder ein klappriges motorat auf dem 4 personen sitzen, also die ganze familie und dann noch der einkauf für scheinbar eine ganze woche.
Wir haben dann gebrannte erdnüsse auf dem rückweg gekauft die in einer alten rumflasche abgefüllt sind und haben in einem restaurant hünchen mit reis gegessen, sehr scharf. Zurück auf dem schiff habe ich erst mal geduscht und dann erst mal den gestank von der stadt bemerkt.
Wenn wir anfangen zu oparieren und zu dienen wird das vielleicht ein tropfen auf den heißen stein sein doch es wird hoffnung bringen und leben verändern.
ich hoffe ich kann euch bald ein paar bilder zeigen, guckt einfach immer mal auf die picasa seite.
es sind so viele eindrücke und ich habe bestimmt einiges vergessen was ihr vielleicht wissen wollt, so schreibt mir doch einfach und fragt mich und erzählt auch mal wie es euch so geht. ich möchte gern wissen wie es gerade in der anderen welt ist und was ich vielleicht verpasse.
vielen dank für eure unterstützung,
gott segne euch
der michel
heute berichte ich euch ein wenig über die stadt hier.
Der geruch der mir entgegen kam, als ich das erste mal in die stadt ging, erinnerte mich an oma hildes hühnerstall und deren misthaufen.
Es ist chaos und doch eine gewisse ordnung in diesem leben. So viel dreck und zwischendrin hüner und kinder. Jeder will etwas verkaufen und dein freund sein. Es ist aber anders als in gran canaria auf der straße, dort wurden die leute agressiv und haben dich beschimpft wenn du sie ignoriert hast, hier sind sie das anscheinen gewohnt.
Wir kamen über einen markt auf dem fast alles verkauft wird.
Alles warm und schwitzig, fliegen schwirren über fleisch und fisch. Bananen so groß habe ich sie noch nie gesehen.
Immer mal gibt es leute die mir auf eine sympatische art und weise hallo sagen ohne dir gleich etwas verkaufen zu wollen und dann gibt es personen, vor allem so finde ich frauen, die regungslos irgendwo sitzen oder stehen und in die leere starren als wären sie in einer anderen welt.
Es ist sehr großes leid überall zu sehen. Armut, dreck, krankheit. Menschen mit infizierten wunden, grauem star und bettelnde. Und in mitten all diesem, fahren noble saubre deutsch-fabrizierte autos und werden große gebäude gebaut. Ich habe mein geld tauschen wollen also bin ich in eine größere bank gegangen. aus staub, gestank und hitze in eine gefließte kalte bank-halle mit büros an deren schreibtischen leute in jacket und kravatte sitzen.
Auf der straße wird man als weißer angestarrt und einige rufen `jovo-jovo` ,was weißer heist und einige fangen an zu lächeln und sagen leise: mercy ships.
Wir wollten dann etwas trinken und auf die toilette also sind wir direkt an einer hauptverkehrsstraße in ein restaurant gegangen und sind wie in eine andere welt eingetaucht, plötzlich war ruhe und höfligkeit und wir konnten uns setzen und unter palmen ein kaltes getränk genießen.
heute hatten wir endlich mal einen ganzen tag frei
also bin ich mal wieder mit bowie in die stadt gegangen und wir sind stunden lang umhergelaufen.
Wir haben einige leute getroffen und mit ihnen gesprochen.
Ein betrunkener umarmte uns und wollte mit uns mitkommen, als wir ihn "abschütteln" konnten war mein arm total dreckig und hat gestunken. Ein anderer kam und sagte ihr seid doch von mercy ships und zeigte uns sein auge das ein katarakt hat, wir sagten ja komm zum screening, wir können dir sicherlich helfen.
Ein anderer begüßte uns freundlich und gab uns gleich seine e-mail adresse und sagte er habe schon mal mit mercy-ships gearbeitet.
Wir sind dann über eine brücke zu einem hotel gegangen in dem ein pool ist und dort trafen wir etwa 20 personen vom schiff, von dort konnte man gleich aufs getto gucken voller wellblechhütten und müll. Wir gingen dort hin und tauchten von einem extrem ins andere, solche armen leute habe ich noch nie geshen, es ist fast unbeschreiblich und ich kann euch leider noch keine bilder zeigen weil fotographieren nicht so gern gesehen wird und meine kamera nicht mal eben in die hosentasche passt.
Ein mann hat uns gestoppt und gesagt das wir nicht noch weiter gehen sollen da es dort zu gefährlich wird, so drehten wir nach einigen metern um. Kleine nackige kinder fingen an zu singen und rannten hinter uns her hielten unsere hände und freuten sich wenn wir sie anlachten. straße und strand scheint hier die lokale toilette zu sein und menschen in der öffentlichkeit ihr geschäft erledigen zu sehen scheint normal zu sein.
es scheint so erschreckend alles zu sein aber irgendwie liebe ich diese menschen, sie sind so speziell liebevoll.
Später trafen wir einen gut gebauten mann mit goldkette der uns auf ein frisches malzbier einlud und er führte uns duch die hintergassen und erklärte uns sein buisness. Ich sage nur: mafia.
Es ist so ein wahnsinn diese armut zu sehen und gleich am ende der straße steht an einem tennisplatz ein audi Q7 quattro mit 3,6 liter hubraum und weißer farbe. Auch sieht man manchmal einen porsche rumfahren und dann daneben wieder ein klappriges motorat auf dem 4 personen sitzen, also die ganze familie und dann noch der einkauf für scheinbar eine ganze woche.
Wir haben dann gebrannte erdnüsse auf dem rückweg gekauft die in einer alten rumflasche abgefüllt sind und haben in einem restaurant hünchen mit reis gegessen, sehr scharf. Zurück auf dem schiff habe ich erst mal geduscht und dann erst mal den gestank von der stadt bemerkt.
Wenn wir anfangen zu oparieren und zu dienen wird das vielleicht ein tropfen auf den heißen stein sein doch es wird hoffnung bringen und leben verändern.
ich hoffe ich kann euch bald ein paar bilder zeigen, guckt einfach immer mal auf die picasa seite.
es sind so viele eindrücke und ich habe bestimmt einiges vergessen was ihr vielleicht wissen wollt, so schreibt mir doch einfach und fragt mich und erzählt auch mal wie es euch so geht. ich möchte gern wissen wie es gerade in der anderen welt ist und was ich vielleicht verpasse.
vielen dank für eure unterstützung,
gott segne euch
der michel
05. screening day 19.02.09
Screening day
gestern, nach langer vorbereitung war es endlich so weit. Screening day. davon möchte ich euch heute berichten:
Einen tag davor waren alle aufgeregt wie vor einer geburtstagsfeier oder einer hochzeit.
dann ging es nach plan los zum 10 minuten entfernten stadion, jeder name wurde auf einer liste einer zeit und einem auto zugeteilt und so pendelten die weißen mercy- ships autos hin und her bis schließlich alle bereit waren. Es schien so wie in dem film, wir waren helden, wo die soldaten auf ihren hubschrauber warten der sie zum einsatz bringt, bloß das wir statt krieg liebe bringen, doch aufgeregt waren alle, was wird uns erwarten?
Schon am tag zuvor wartetetn patienten um rechtzeitig da zu sein. Die sonne schien in afrikanischer pracht und insgesamt standen ca. 4000 menschen, inklusive kindern in einer reihe und warteten auf eine untersuchung. Alles war gut organisiert so dass es eine erste station gab, die so genannte pre- screening station, in der medizienisch ausgebildete leute grob sich die menschen anguckten um einschätzen zu können ob eine behandlung überhaubt in frage kommt.
Wenn die pre screener entschieden das den patienten geholfen werden könnte, wurden sie zu weiteren stationen eskortiert um auf dem weg nicht verloren zu gehen.
viele mussten leider weg geschickt werden und gleich neben der pre- screening station gab es ein gebetszelt in dem es den menschen noch mal erklärt wurde warum sie nicht behandelt werden können und für sie gebetet wurde. es war so traurig und ich habe immer mal geholfen lame menschen an die straße zurück zu tragen um sie dort in ein taxi zu setzen.
Die patienten die in das stadion gelassen wurden mussten dann zu untersuchungen, vor-sprechen mit ärzten und haben dann eine karte bekommen wenn eine operation möglich ist. Mit dieser karte konnten sie dann zur blutabname und pre- medikation gehen.
Wenn die ärzte entschieden das sie den patienten nicht helfen können gab es wiederum ein zweites gebetszelt.
Immer mal wieder sind menschen kollabiert wegen der hitze und der langen wartezeit und so war es mein job wasser zu verteilen. Wir waren ein großes serving team das dies tat, verteilt über das ganze gelände. Ich war mit ein paar anderen, die meisten krankenschwestern und mein neuer kabinen- nachbar cess aus den usa, ebenfalls nurse, außerhalb und im bereich des eingangs stationiert und kam somit in kontakt mit fast allen patienten. es war eine harte arbeit die großen wasserkanister rumzutragen und immer wieder aufzufüllen.
Ein so großes leid habe ich noch nie gesehen, verformungen, verkrüppelungen, blindheit, und so weiter.
Bilder machen war nicht erlaubt, es ist fast unbeschreiblich.
Ich habe etwa 4 liter getrunken und bin bis zum abend nicht einmal auf die toilette gegangen so viel habe ich geschwitzt. Ich sage das nur um eine vorstellung zu bekommen wie es den kinden oder allgemein den kranken gehen muss.
Wir konnten an einem tag nicht alle wartenden untersuchen somit schoben wir den freitag auch noch ein und machten alles noch mal. am freitag waren allerdings nicht so viele da, ich war jedoch sehr müde vom donnerstag.
Don stephens ist auch extra gekommen, er ist einer der mitbegründer von ywam und mercy- ships und sprach am abend vor der crew und betonte das er noch nie ein so tolles screening erlebt hat. Und das war es, es war toll. Es war einfach nur dienen, lieben, geben und beten. Es war gut organisiert und selbst wenn die menschen von unseren chirurgen nicht behandelt werden können und weg geschickt wurden, gingen sie nicht unberührt. Am abend war ich so kaputt aber ich weiß was ich gethan habe.
für die ganze crew war es ein gutes und zusammenschweißendes erlebniss voller emotionen und eindrücke.
das wars erst mal wieder. mir persönlich geht es gut. ich bin oft müde und muss darauf achten auch mal eine ruhige zeit nehme um zu entspannen und zu beten.
ich danke all meinen unterstützern, eure spenden und eure gebete sind die basis meines aufenthalts und ohne euch könnte ich diesen menschen keine hilfe sein. durch euch bokommen ausgestoßene, übelriechende menschen und kleine verkrüppelte kinder ein freundliches lächeln, wasser und eine berührung. und eine aus 35 nationen bestehende crew, hat einen belastbaren und arbeitsfreudigen deutschen jungen kollegen zur seite ;-)
gott segne euch dafür.
liebe grüße aus kabine 3428
euer michel
gestern, nach langer vorbereitung war es endlich so weit. Screening day. davon möchte ich euch heute berichten:
Einen tag davor waren alle aufgeregt wie vor einer geburtstagsfeier oder einer hochzeit.
dann ging es nach plan los zum 10 minuten entfernten stadion, jeder name wurde auf einer liste einer zeit und einem auto zugeteilt und so pendelten die weißen mercy- ships autos hin und her bis schließlich alle bereit waren. Es schien so wie in dem film, wir waren helden, wo die soldaten auf ihren hubschrauber warten der sie zum einsatz bringt, bloß das wir statt krieg liebe bringen, doch aufgeregt waren alle, was wird uns erwarten?
Schon am tag zuvor wartetetn patienten um rechtzeitig da zu sein. Die sonne schien in afrikanischer pracht und insgesamt standen ca. 4000 menschen, inklusive kindern in einer reihe und warteten auf eine untersuchung. Alles war gut organisiert so dass es eine erste station gab, die so genannte pre- screening station, in der medizienisch ausgebildete leute grob sich die menschen anguckten um einschätzen zu können ob eine behandlung überhaubt in frage kommt.
Wenn die pre screener entschieden das den patienten geholfen werden könnte, wurden sie zu weiteren stationen eskortiert um auf dem weg nicht verloren zu gehen.
viele mussten leider weg geschickt werden und gleich neben der pre- screening station gab es ein gebetszelt in dem es den menschen noch mal erklärt wurde warum sie nicht behandelt werden können und für sie gebetet wurde. es war so traurig und ich habe immer mal geholfen lame menschen an die straße zurück zu tragen um sie dort in ein taxi zu setzen.
Die patienten die in das stadion gelassen wurden mussten dann zu untersuchungen, vor-sprechen mit ärzten und haben dann eine karte bekommen wenn eine operation möglich ist. Mit dieser karte konnten sie dann zur blutabname und pre- medikation gehen.
Wenn die ärzte entschieden das sie den patienten nicht helfen können gab es wiederum ein zweites gebetszelt.
Immer mal wieder sind menschen kollabiert wegen der hitze und der langen wartezeit und so war es mein job wasser zu verteilen. Wir waren ein großes serving team das dies tat, verteilt über das ganze gelände. Ich war mit ein paar anderen, die meisten krankenschwestern und mein neuer kabinen- nachbar cess aus den usa, ebenfalls nurse, außerhalb und im bereich des eingangs stationiert und kam somit in kontakt mit fast allen patienten. es war eine harte arbeit die großen wasserkanister rumzutragen und immer wieder aufzufüllen.
Ein so großes leid habe ich noch nie gesehen, verformungen, verkrüppelungen, blindheit, und so weiter.
Bilder machen war nicht erlaubt, es ist fast unbeschreiblich.
Ich habe etwa 4 liter getrunken und bin bis zum abend nicht einmal auf die toilette gegangen so viel habe ich geschwitzt. Ich sage das nur um eine vorstellung zu bekommen wie es den kinden oder allgemein den kranken gehen muss.
Wir konnten an einem tag nicht alle wartenden untersuchen somit schoben wir den freitag auch noch ein und machten alles noch mal. am freitag waren allerdings nicht so viele da, ich war jedoch sehr müde vom donnerstag.
Don stephens ist auch extra gekommen, er ist einer der mitbegründer von ywam und mercy- ships und sprach am abend vor der crew und betonte das er noch nie ein so tolles screening erlebt hat. Und das war es, es war toll. Es war einfach nur dienen, lieben, geben und beten. Es war gut organisiert und selbst wenn die menschen von unseren chirurgen nicht behandelt werden können und weg geschickt wurden, gingen sie nicht unberührt. Am abend war ich so kaputt aber ich weiß was ich gethan habe.
für die ganze crew war es ein gutes und zusammenschweißendes erlebniss voller emotionen und eindrücke.
das wars erst mal wieder. mir persönlich geht es gut. ich bin oft müde und muss darauf achten auch mal eine ruhige zeit nehme um zu entspannen und zu beten.
ich danke all meinen unterstützern, eure spenden und eure gebete sind die basis meines aufenthalts und ohne euch könnte ich diesen menschen keine hilfe sein. durch euch bokommen ausgestoßene, übelriechende menschen und kleine verkrüppelte kinder ein freundliches lächeln, wasser und eine berührung. und eine aus 35 nationen bestehende crew, hat einen belastbaren und arbeitsfreudigen deutschen jungen kollegen zur seite ;-)
gott segne euch dafür.
liebe grüße aus kabine 3428
euer michel
06. mr president 27.02.09
hallo ihr lieben
eine woche geht zu ende und ich möchte euch wieder einmal berichten was
hier so vor sich geht und was ich erlebe, wie es mir geht.
Am montag sind die ersten patienten aufs schiff gekommen und am dienstag
haben wir mit operationen begonnen. Auf einmal wurde in 6 op-sählen
professionell gearbeitet.
Täglich kommen mehr menschen zum schiff und bitten um hilfe.
Ihr könnt euch vielleicht vorstellen das wir als sterilisationsteam
ziemlich gefordert sind. Wir sind ein team von 5 personen und arbeiten
in 3 sich überlappenden schichten damit auch pausen gemacht werden
können ohne das die laufenden sterilisationsprozesse allein gelassen werden.
Am anfang war es echt schwer und es hat alles lange gedauert, doch
langsam kommt die routiene und auch mehr spaß an der sache. Ich kenne
nun ein paar operationssets und kann sie somit schneller zählen, testen,
reinigen, trocknen, verpacken, sterilisieren und wieder an ihren platz
bringen.
Wenn ich die patienten sehe wenn sie in den op trakt kommen oder wenn
für sie gebetet wird bevor sie die räume betreten, vermisse ich ein
wenig die pflege. Ich werde immer wieder gefragt wie es mir im steri
geht und ich sage dann auch das mir die pflege fehlt. Doch sage ich auch
das ich nicht für mich oder meine karriere arbeite sondern diese zeit in
gottes hand gelegt habe und ihm dienen will egal wo er mich haben will
und somit bin ich jetzt im steri. Ich bin der jüngste im ganzem hospital
und bin integriert, respektiert in ein tolles team.
Heute am freitag kam der präsident von benin und seine höchsten minister
zu uns aufs schiff zu besuch.
Das ganze dock war abgesperrt und die anderen schiffe mussten ihre
ganways einziehen. Überall wimmelte es von bewaffneten militärs und
polizisten, auch auf dem schiff. Einige sicherheitsleute kommen aus
tradizionellen stämmen und haben somit entsprechende narben im gesicht,
welche wirklich interessant aussehen. Einer hatte beidseits wie ein
löwenkratzer vom kopf über die wangen bis zum kinn. Einerseits sieht es
agressiv aus aber auch interessant und schön.
Der präsident kam dann (mit ca.2 stunden verspätung) in einem vw
geländewagen angefahren und wurde am dock von don stephens und anderen
leitern von mercy – ships empfangen und bekam von einem kleinem,
blinden, norwegischem mädchen einen großen blumenstrauß. Er küsste sie
als dankeschön und ging dann aufs schiff.
Wir versammelten uns alle in der international lounge, welches unserer
versammlungsraum ist, und begrüßten alle herzlich.
Der leiter und pastor aller kirchen in benin, welcher
hauptverantwortlich dafür ist dass wir wieder einmal in cotonou sind,
stellte der regierung die arbeit von mercy ships vor und berichtete wie
viele patienten diese woche opariert wurden (ca.90), wie viel geld alles
kostet und das alle hier freiwillig arbeiten. Und warum? Wir folgen dem
vorbild von jesus und bringen hoffnung und heilung den vergessenen und
armen.
Matthäus 11:5 Blinde können wieder sehen und lahme wieder gehen,... und
den menschen wird die gute botschaft verkündigt.
Ich kann bestätigen das das alles stimmt! Nur zum beispiel: am
donnerstag haben wir 15 augenoperationen durchgeführt, 3 orthopädische
eingriffe an klumpfüßen gemacht und andere lebensverändernde eingriffe
durchgeführt.
Ich habe immer mal die gelegenheit in die op räume zu gucken und es ist
der wahnsinn.
Es wurden ein paar dokus und videos über unsere arbeit gezeigt, unter
anderem das vom screening day: http://www.youtube.com/watch?v=prJxp346a6U
Nachdem der pastor seine rede beendet hatte wollte der leiter für
presseangelegenheiten alle durch das schiff führen doch der präsident
wollte plötzlich und unerwartet eine rede halten. Es war so toll, was
für ein mann.
Er dankte uns herzlich für unser kommen und sagte das wir herzlich
willkommen sind und er gerne mit uns zusammenarbeiten wird. Er zitierte
einige verse aus der bibel die davon sprachen das die gesegnet seine die
sich um die armen kümmern. Auch lud er uns auf ein essen im
regierungsgebäude ein und betonte das er niemals uns etwas geben kann
das seine dankbarkeit ausdrückt aber dass unser himmlischer vater uns
für all dies danken und segnen wird und er würde sich gern zum gebet mit
den leitern vom schiff treffen. Dieser präsident hat ohne papier
gesprochen und es war so rührend und echt, die überstzerin fing an zu
stocken und hatte tränen in den augen.
Eine vom schiff, aus gahna, hat dann noch ein lobpreislied gesungen und
so schön das selbst die dunkelsten und größten bodyguarts ein lächeln in
ihr narbengesicht bekamen.
Der präsident ging dann in das hospital und besuchte auch ein paar
patienten auf der krankenstation, was für eine ehre für diese menschen.
Leider konnten wir nicht mehr mit ihm essen da er plötzlich schnell weg
musste doch seine ganzen menister und politiker blieben noch und aßen
mit uns.
Ein schönes erlebnis!
noch etwas möchte ich euch erzählen, ich möchte euch von ruth ester
berichten
ruth esther
vor 17 jahren wurde ein kleines mädchen von der elfenbein- küste, namens
ruth ester an einer bilateralen gespaltenen lippe opariert. Während der
op hat ihr herz den anästhesisten schwierigkeiten gemacht und so wurde
duch spenden und untersuchungen diagnostiziert das sie ein loch im
septum, also zwischen rechtem und linkem herzen hat und somit sauerstoff
nicht richtig im körper zirkuliert, ein teil des blutes das eigendlich
erst duch die lunge soll, fließst stattdessen dirket wieder in den
körperkreislauf. Der damalige anästhesist und seine familie hielten bis
heute kontakt aufrecht und er ist hier auf dem schiff und hat uns ihre
geschichte erzählt.
Durch große spenden wurde eine herzoperation ermöglicht die ruth esther
gut überstand, doch der fehler trat wieder auf, so das sie immer
schwächer als alle anderen war und nicht belastungsfähig, nur kurze
strecken konnte sie zurücklegen und musste dann eine pause
machen.letzten freitag dann ist sie nach benin gereißt um das neue
schiff mit dem alten bekannten arzt zu besuchen. Nun 18 jahre alt ist
sie eine schöne frau gewoden und sie verbrachte 4 tage auf dem schiff
und unternahm viel.
Am sonntag, einen tag vor ihrer geplanten abreise, ist sie auf dem
größten markt hier neben ihrer mutter plötzlich kollabiert. Ihre letzten
worte vor der ohnmacht waren: „komm jesus, komm jesus“.
Ein muslem hat sie sich gepackt, auf sein kleines motorat, (so eins das
die crew nicht fahren soll weil sie zu gefährlich sind) und hat sie auf
direktem wege zum schiff gebracht.
Hier auf der intensivstation wurde sie dann so gut wie möglich versorgt,
beatmet und so weiter. Über die schiffslautsprecher wurde zum gebet
aufgerufen und überall auf dem schiff bildeten sich kleine gruppen um
für ruth zu beten.
Am 23.02.09 um 23 uhr ist ruth esther, das einzige kind ihrer mutter
verstorben.
donnerstag abend war ihr gedenkabend und wir haben bilder, videos,
briefe und berichte von esther gesehen und dann alle für den
heimtransport ihres leichnahms gespendet.
Das motto an diesem abend war: spendet leben vor dem tod!
ich erlebe hier so viel und es ist oft so überwältigend, die flut an
impressionen und ich will einiges mit euch teilen. jedoch möchte ich
auch gerne wissen wie es euch geht. was ihr vonn all dem hier denkt und
haltet. was sonst noch so los istund wo ihr vielleicht gebet braucht
(mal eben vorbei kommen und anpacken is nicht drin).
liebe grüße an meine familie, danke für eure geistige und finanzielle
unterstützung. danke an die gemeinde in clausthal- zellerfeld, ihre
gebete und ihr interesse. vielen dank auch an meine freunde und
sportskameraden, eure unterstützung weiß ich zu schätzen.
bis bald mal wieder,
der michel
eine woche geht zu ende und ich möchte euch wieder einmal berichten was
hier so vor sich geht und was ich erlebe, wie es mir geht.
Am montag sind die ersten patienten aufs schiff gekommen und am dienstag
haben wir mit operationen begonnen. Auf einmal wurde in 6 op-sählen
professionell gearbeitet.
Täglich kommen mehr menschen zum schiff und bitten um hilfe.
Ihr könnt euch vielleicht vorstellen das wir als sterilisationsteam
ziemlich gefordert sind. Wir sind ein team von 5 personen und arbeiten
in 3 sich überlappenden schichten damit auch pausen gemacht werden
können ohne das die laufenden sterilisationsprozesse allein gelassen werden.
Am anfang war es echt schwer und es hat alles lange gedauert, doch
langsam kommt die routiene und auch mehr spaß an der sache. Ich kenne
nun ein paar operationssets und kann sie somit schneller zählen, testen,
reinigen, trocknen, verpacken, sterilisieren und wieder an ihren platz
bringen.
Wenn ich die patienten sehe wenn sie in den op trakt kommen oder wenn
für sie gebetet wird bevor sie die räume betreten, vermisse ich ein
wenig die pflege. Ich werde immer wieder gefragt wie es mir im steri
geht und ich sage dann auch das mir die pflege fehlt. Doch sage ich auch
das ich nicht für mich oder meine karriere arbeite sondern diese zeit in
gottes hand gelegt habe und ihm dienen will egal wo er mich haben will
und somit bin ich jetzt im steri. Ich bin der jüngste im ganzem hospital
und bin integriert, respektiert in ein tolles team.
Heute am freitag kam der präsident von benin und seine höchsten minister
zu uns aufs schiff zu besuch.
Das ganze dock war abgesperrt und die anderen schiffe mussten ihre
ganways einziehen. Überall wimmelte es von bewaffneten militärs und
polizisten, auch auf dem schiff. Einige sicherheitsleute kommen aus
tradizionellen stämmen und haben somit entsprechende narben im gesicht,
welche wirklich interessant aussehen. Einer hatte beidseits wie ein
löwenkratzer vom kopf über die wangen bis zum kinn. Einerseits sieht es
agressiv aus aber auch interessant und schön.
Der präsident kam dann (mit ca.2 stunden verspätung) in einem vw
geländewagen angefahren und wurde am dock von don stephens und anderen
leitern von mercy – ships empfangen und bekam von einem kleinem,
blinden, norwegischem mädchen einen großen blumenstrauß. Er küsste sie
als dankeschön und ging dann aufs schiff.
Wir versammelten uns alle in der international lounge, welches unserer
versammlungsraum ist, und begrüßten alle herzlich.
Der leiter und pastor aller kirchen in benin, welcher
hauptverantwortlich dafür ist dass wir wieder einmal in cotonou sind,
stellte der regierung die arbeit von mercy ships vor und berichtete wie
viele patienten diese woche opariert wurden (ca.90), wie viel geld alles
kostet und das alle hier freiwillig arbeiten. Und warum? Wir folgen dem
vorbild von jesus und bringen hoffnung und heilung den vergessenen und
armen.
Matthäus 11:5 Blinde können wieder sehen und lahme wieder gehen,... und
den menschen wird die gute botschaft verkündigt.
Ich kann bestätigen das das alles stimmt! Nur zum beispiel: am
donnerstag haben wir 15 augenoperationen durchgeführt, 3 orthopädische
eingriffe an klumpfüßen gemacht und andere lebensverändernde eingriffe
durchgeführt.
Ich habe immer mal die gelegenheit in die op räume zu gucken und es ist
der wahnsinn.
Es wurden ein paar dokus und videos über unsere arbeit gezeigt, unter
anderem das vom screening day: http://www.youtube.com/watch?v=prJxp346a6U
Nachdem der pastor seine rede beendet hatte wollte der leiter für
presseangelegenheiten alle durch das schiff führen doch der präsident
wollte plötzlich und unerwartet eine rede halten. Es war so toll, was
für ein mann.
Er dankte uns herzlich für unser kommen und sagte das wir herzlich
willkommen sind und er gerne mit uns zusammenarbeiten wird. Er zitierte
einige verse aus der bibel die davon sprachen das die gesegnet seine die
sich um die armen kümmern. Auch lud er uns auf ein essen im
regierungsgebäude ein und betonte das er niemals uns etwas geben kann
das seine dankbarkeit ausdrückt aber dass unser himmlischer vater uns
für all dies danken und segnen wird und er würde sich gern zum gebet mit
den leitern vom schiff treffen. Dieser präsident hat ohne papier
gesprochen und es war so rührend und echt, die überstzerin fing an zu
stocken und hatte tränen in den augen.
Eine vom schiff, aus gahna, hat dann noch ein lobpreislied gesungen und
so schön das selbst die dunkelsten und größten bodyguarts ein lächeln in
ihr narbengesicht bekamen.
Der präsident ging dann in das hospital und besuchte auch ein paar
patienten auf der krankenstation, was für eine ehre für diese menschen.
Leider konnten wir nicht mehr mit ihm essen da er plötzlich schnell weg
musste doch seine ganzen menister und politiker blieben noch und aßen
mit uns.
Ein schönes erlebnis!
noch etwas möchte ich euch erzählen, ich möchte euch von ruth ester
berichten
ruth esther
vor 17 jahren wurde ein kleines mädchen von der elfenbein- küste, namens
ruth ester an einer bilateralen gespaltenen lippe opariert. Während der
op hat ihr herz den anästhesisten schwierigkeiten gemacht und so wurde
duch spenden und untersuchungen diagnostiziert das sie ein loch im
septum, also zwischen rechtem und linkem herzen hat und somit sauerstoff
nicht richtig im körper zirkuliert, ein teil des blutes das eigendlich
erst duch die lunge soll, fließst stattdessen dirket wieder in den
körperkreislauf. Der damalige anästhesist und seine familie hielten bis
heute kontakt aufrecht und er ist hier auf dem schiff und hat uns ihre
geschichte erzählt.
Durch große spenden wurde eine herzoperation ermöglicht die ruth esther
gut überstand, doch der fehler trat wieder auf, so das sie immer
schwächer als alle anderen war und nicht belastungsfähig, nur kurze
strecken konnte sie zurücklegen und musste dann eine pause
machen.letzten freitag dann ist sie nach benin gereißt um das neue
schiff mit dem alten bekannten arzt zu besuchen. Nun 18 jahre alt ist
sie eine schöne frau gewoden und sie verbrachte 4 tage auf dem schiff
und unternahm viel.
Am sonntag, einen tag vor ihrer geplanten abreise, ist sie auf dem
größten markt hier neben ihrer mutter plötzlich kollabiert. Ihre letzten
worte vor der ohnmacht waren: „komm jesus, komm jesus“.
Ein muslem hat sie sich gepackt, auf sein kleines motorat, (so eins das
die crew nicht fahren soll weil sie zu gefährlich sind) und hat sie auf
direktem wege zum schiff gebracht.
Hier auf der intensivstation wurde sie dann so gut wie möglich versorgt,
beatmet und so weiter. Über die schiffslautsprecher wurde zum gebet
aufgerufen und überall auf dem schiff bildeten sich kleine gruppen um
für ruth zu beten.
Am 23.02.09 um 23 uhr ist ruth esther, das einzige kind ihrer mutter
verstorben.
donnerstag abend war ihr gedenkabend und wir haben bilder, videos,
briefe und berichte von esther gesehen und dann alle für den
heimtransport ihres leichnahms gespendet.
Das motto an diesem abend war: spendet leben vor dem tod!
ich erlebe hier so viel und es ist oft so überwältigend, die flut an
impressionen und ich will einiges mit euch teilen. jedoch möchte ich
auch gerne wissen wie es euch geht. was ihr vonn all dem hier denkt und
haltet. was sonst noch so los istund wo ihr vielleicht gebet braucht
(mal eben vorbei kommen und anpacken is nicht drin).
liebe grüße an meine familie, danke für eure geistige und finanzielle
unterstützung. danke an die gemeinde in clausthal- zellerfeld, ihre
gebete und ihr interesse. vielen dank auch an meine freunde und
sportskameraden, eure unterstützung weiß ich zu schätzen.
bis bald mal wieder,
der michel
07. alltag
10.03.09
heute will ich mal wieder was an euch meine lieben schreiben.
Der abstand zur letzten mail ist vielleicht etwas ungewohnt, aber das liegt denke ich daran das vieles hier so selbstverständlich wird und routiene. Sorry for that
am letztem samstag hatte ich geburtstag, jippie!!
schade war bloß das an diesem wochenende meine ganze kabine ausgeflogen ist und noch ein paar andere mit denen ich gern was gemacht hätte. Sie sind auf eine art safari in den norden des landes gefahren und das für vier tage. Mein job lässt es leider noch nicht zu so viel frei zu haben, ich arbeite ja von montag zu freitag und ich kann mir nicht ausdenken was passiert wenn da mal ne arbeitskraft fehlt!
Wenn ich mir das alles so angucke, hier auf dem schiff und überhaubt wenn ich dieses land angucke fällt mir immer wieder der vers ein:
Mat 9:37 Dann spricht er zu seinen Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, der Arbeiter aber sind wenige...
Mein geburtstag war trotzdem ganz schön. Eine op schwester hat mir einen schönen kuchen gebacken und ich habe sonst noch einige dinge an die tür gelegt, gehängt und geklebt bekommen.
Ich bin dann zum hotel geganngen und habe dort, wie üblich viele mercy ships leute getroffen. Dort haben wir zusammen gegessen, ich habe gelernt wie man eine mango isst ohne eine große schweinerei zu veranstalten und wir haben den ganzen tag entspannt und am abend am abend hat meine cheffin im spesesahl eine glocke geläutet und gesagt dass der michel zwar versucht hat sich zu verstecken, wir jetzt aber trotzdem happy birthday für ihn singen.
und alle sungen und aplaudierten. dann habe ich mit ein paar leuten ne filmnacht gemacht. heute "musste" ich dann eine op haube aus stoff tragen. sie ist genäht wie eine torte, mit bunten kerzen und so.
Es ist so viel lustig und krass, geh ich nur ein paar minuten auf die strasse erlebe ich eine ganz spezielle welt. Und auch am pool, da hängen die ganzen missionare von mercy ships neben arrabern ab die schischa rauchen und laute arabische musik hören.
Es ist überwältigend jeden morgen aus dem fenster zu schauen und dort wieder etwa 70 menschen warten zu sehen. Sie warten auf einen doctor der sie untersucht, schon früh am morgen, bevor die sonne aufgeht stehen sie dort. Andererseits treffen wir immer wieder den gleichen mann in der stadt mit einem klumpfuß der uns um geld bittet, jede woche wieder, und immer wieder bitten wir ihn doch zum schiff zu kommen um sich dort untersuchen zu lassen, wir können ihn vielleicht oparieren! Doch er kommt nicht.
In meiner arbeitsstelle, sehe ich zwar nicht viel von patienten außer ein bisschen ihres blutes an instrumenten, aber dafür bekomme ich immer mal mit was so in den op sälen läuft.
Letzte woche habe ich mal bei ein paar op´s zugeschaut. Gut ich habe schon vieles durch meine ausbildung mitbekommen doch habe ich z.b. noch nie augenoperationen gesehen und erst recht nicht in dieser art und weise. Dieser arzt ist der hammer!
5 minuten für ein auge und blinde können wieder sehen. Er beginnt mit der betäubung des auges und wechselt dann zu einem anderem patienten der schon vorher eine betäubung von ihm bekommen hat und opariert ihn, dann wird alles schön veklebt und zum nächsten patienten gewechselt. Insgesamt sind also 3 patienten im op raum und es geht im 5 minutentakt wie am fließband.
Auch andere menschenschen begeistern mich hier, viele alte schwestern und ärtzte arbeiten hier, die eigendlich schon in rente sind und immer wieder, jahr für jahr wiederkommen.
Dann habe ich mitbekommen das in einem op ziemlich lange gearbeitet wird.
Am ende kommt dann der chirurg zu uns in den steri und bedankt sich für unsere gedult (sowas schon mal erlebt?) und erzählt kurz die geschichte von der patientin.
Sie hatte einen tumor im gesicht der fast so groß war wie ihr kopf , und sie ist immer wieder zu tradizionellen heilern gegenagen um sich heilen zu lassen.
Eines tages ist sie bei einer dieser sitzungen eingeschlafen und hat von einem engel geträumt. Der engel hat ihr gesagt das sie nicht weiter diesem heiler folgen soll sondern jesus christus.
So ist sie zum christentum gekommen, doch wann immer sie anderen leuten von jesus erzählt hat, schüttelten die den kopf und fragten sie wie sie das alles bloß gleuben kann, das jesus heute noch heilt und freisetzt, wo sie doch diesen schrecklichen tumor im gesicht hat?
Sie hatte nicht wirklich argumente dagegen zu setzen und wenn ihr das bild seht, ist der tumor ein ganz schönes gegenargument. Sie antwortete nur immer das sie nicht alles wüsste aber trotzdem glauben habe.
Dann kam sie zum screening und wurde diese woche opariert.
In dem tumor befanden sich unerwartet viele gefäße und ein nerv. Die operation begann um 9 uhr am morgen und ging bis 17:30 uhr. In dieser zeit hat sie soviel blut verloren das ihr hb auf 4 sank und sie 5 blutkonserven empfangen musste (die blutreserve dieses krankenhauses ist übrigens die crew!).
Am abend war die op dann vorbei, erfolgreich und ihr hb auf über 9 und jesus heilt doch heute noch und wir sind seine hände und füße!
Ich lese gerade ein interessantes buch das ich von meinem bruder geschekt bekommen habe. Es ist von shane claiborne und heißt : ich muss verrückt sein so zu leben.
Einen absatz möchte ich euch gerne schreiben da er mich im zusammenhang mit so einer arbeit hier begeistert hat:
Von dauerhafter Bedeutung waren indes nicht die Wunder selbst, sondern die Liebe Jesu. Jesus erweckte seinen Freund Lazerus von den Toten und ein paar Jahre später starb Lazerus erneut.
Jesus heilte die Kranken, doch irgendwann fingen sie sich dann eine andere Krankheit. Er speißte die Zigtausend, aber am nächten Tag hatten sie doch wieder Hunger. Doch was bleibt, ist die Erinnerung an seine Liebe.
Wichtig war nicht, dass er einen Leprakranken heilte, sondern dass er ihn berührte – niemand sonst rührte Leprakranke an.
Es bedeutet mir sehr viel und hilft mir über manch einen stressigen tag oder wenn ich überlege was das alles hier für einen sinn macht.
ich kann mich nur immer wieder bei all denen bedanken die mich unterstützen! seid gesegnet und grüße gehen raus an alle die diese mail in die finger kriegen.
euer michel
heute will ich mal wieder was an euch meine lieben schreiben.
Der abstand zur letzten mail ist vielleicht etwas ungewohnt, aber das liegt denke ich daran das vieles hier so selbstverständlich wird und routiene. Sorry for that
am letztem samstag hatte ich geburtstag, jippie!!
schade war bloß das an diesem wochenende meine ganze kabine ausgeflogen ist und noch ein paar andere mit denen ich gern was gemacht hätte. Sie sind auf eine art safari in den norden des landes gefahren und das für vier tage. Mein job lässt es leider noch nicht zu so viel frei zu haben, ich arbeite ja von montag zu freitag und ich kann mir nicht ausdenken was passiert wenn da mal ne arbeitskraft fehlt!
Wenn ich mir das alles so angucke, hier auf dem schiff und überhaubt wenn ich dieses land angucke fällt mir immer wieder der vers ein:
Mat 9:37 Dann spricht er zu seinen Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, der Arbeiter aber sind wenige...
Mein geburtstag war trotzdem ganz schön. Eine op schwester hat mir einen schönen kuchen gebacken und ich habe sonst noch einige dinge an die tür gelegt, gehängt und geklebt bekommen.
Ich bin dann zum hotel geganngen und habe dort, wie üblich viele mercy ships leute getroffen. Dort haben wir zusammen gegessen, ich habe gelernt wie man eine mango isst ohne eine große schweinerei zu veranstalten und wir haben den ganzen tag entspannt und am abend am abend hat meine cheffin im spesesahl eine glocke geläutet und gesagt dass der michel zwar versucht hat sich zu verstecken, wir jetzt aber trotzdem happy birthday für ihn singen.
und alle sungen und aplaudierten. dann habe ich mit ein paar leuten ne filmnacht gemacht. heute "musste" ich dann eine op haube aus stoff tragen. sie ist genäht wie eine torte, mit bunten kerzen und so.
Es ist so viel lustig und krass, geh ich nur ein paar minuten auf die strasse erlebe ich eine ganz spezielle welt. Und auch am pool, da hängen die ganzen missionare von mercy ships neben arrabern ab die schischa rauchen und laute arabische musik hören.
Es ist überwältigend jeden morgen aus dem fenster zu schauen und dort wieder etwa 70 menschen warten zu sehen. Sie warten auf einen doctor der sie untersucht, schon früh am morgen, bevor die sonne aufgeht stehen sie dort. Andererseits treffen wir immer wieder den gleichen mann in der stadt mit einem klumpfuß der uns um geld bittet, jede woche wieder, und immer wieder bitten wir ihn doch zum schiff zu kommen um sich dort untersuchen zu lassen, wir können ihn vielleicht oparieren! Doch er kommt nicht.
In meiner arbeitsstelle, sehe ich zwar nicht viel von patienten außer ein bisschen ihres blutes an instrumenten, aber dafür bekomme ich immer mal mit was so in den op sälen läuft.
Letzte woche habe ich mal bei ein paar op´s zugeschaut. Gut ich habe schon vieles durch meine ausbildung mitbekommen doch habe ich z.b. noch nie augenoperationen gesehen und erst recht nicht in dieser art und weise. Dieser arzt ist der hammer!
5 minuten für ein auge und blinde können wieder sehen. Er beginnt mit der betäubung des auges und wechselt dann zu einem anderem patienten der schon vorher eine betäubung von ihm bekommen hat und opariert ihn, dann wird alles schön veklebt und zum nächsten patienten gewechselt. Insgesamt sind also 3 patienten im op raum und es geht im 5 minutentakt wie am fließband.
Auch andere menschenschen begeistern mich hier, viele alte schwestern und ärtzte arbeiten hier, die eigendlich schon in rente sind und immer wieder, jahr für jahr wiederkommen.
Dann habe ich mitbekommen das in einem op ziemlich lange gearbeitet wird.
Am ende kommt dann der chirurg zu uns in den steri und bedankt sich für unsere gedult (sowas schon mal erlebt?) und erzählt kurz die geschichte von der patientin.
Sie hatte einen tumor im gesicht der fast so groß war wie ihr kopf , und sie ist immer wieder zu tradizionellen heilern gegenagen um sich heilen zu lassen.
Eines tages ist sie bei einer dieser sitzungen eingeschlafen und hat von einem engel geträumt. Der engel hat ihr gesagt das sie nicht weiter diesem heiler folgen soll sondern jesus christus.
So ist sie zum christentum gekommen, doch wann immer sie anderen leuten von jesus erzählt hat, schüttelten die den kopf und fragten sie wie sie das alles bloß gleuben kann, das jesus heute noch heilt und freisetzt, wo sie doch diesen schrecklichen tumor im gesicht hat?
Sie hatte nicht wirklich argumente dagegen zu setzen und wenn ihr das bild seht, ist der tumor ein ganz schönes gegenargument. Sie antwortete nur immer das sie nicht alles wüsste aber trotzdem glauben habe.
Dann kam sie zum screening und wurde diese woche opariert.
In dem tumor befanden sich unerwartet viele gefäße und ein nerv. Die operation begann um 9 uhr am morgen und ging bis 17:30 uhr. In dieser zeit hat sie soviel blut verloren das ihr hb auf 4 sank und sie 5 blutkonserven empfangen musste (die blutreserve dieses krankenhauses ist übrigens die crew!).
Am abend war die op dann vorbei, erfolgreich und ihr hb auf über 9 und jesus heilt doch heute noch und wir sind seine hände und füße!
Ich lese gerade ein interessantes buch das ich von meinem bruder geschekt bekommen habe. Es ist von shane claiborne und heißt : ich muss verrückt sein so zu leben.
Einen absatz möchte ich euch gerne schreiben da er mich im zusammenhang mit so einer arbeit hier begeistert hat:
Von dauerhafter Bedeutung waren indes nicht die Wunder selbst, sondern die Liebe Jesu. Jesus erweckte seinen Freund Lazerus von den Toten und ein paar Jahre später starb Lazerus erneut.
Jesus heilte die Kranken, doch irgendwann fingen sie sich dann eine andere Krankheit. Er speißte die Zigtausend, aber am nächten Tag hatten sie doch wieder Hunger. Doch was bleibt, ist die Erinnerung an seine Liebe.
Wichtig war nicht, dass er einen Leprakranken heilte, sondern dass er ihn berührte – niemand sonst rührte Leprakranke an.
Es bedeutet mir sehr viel und hilft mir über manch einen stressigen tag oder wenn ich überlege was das alles hier für einen sinn macht.
ich kann mich nur immer wieder bei all denen bedanken die mich unterstützen! seid gesegnet und grüße gehen raus an alle die diese mail in die finger kriegen.
euer michel
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